Die jobentdecker sind wieder unterwegs

Nach aktuellen statistischen Erhebungen blieben im Jahr 2025 rund 350.000 Stellen unbesetzt – und das trotz wirtschaftlich schwieriger Lage. Sollte die Konjunktur wieder anziehen, wird sich diese Zahl noch einmal deutlich erhöhen.

Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen klar: Unternehmen profitieren immer dann, wenn sie genau diese Phasen nutzen, um sich strategisch gut aufzustellen. Es geht darum, nicht abzuwarten, sondern jetzt die eigene Fachkräftestrategie zu planen und konsequent in die Umsetzung zu bringen.

Mit den jobentdeckern bietet der FKU dafür den passenden Rahmen. Unternehmen können so einfach, unkompliziert und ressourcenschonend mit der kommenden Fachkräftegeneration in Kontakt treten. Es geht darum, frühzeitig sichtbar zu sein, Ausbildungsstellen bekannt zu machen und Perspektiven aufzuzeigen – und daraus im besten Fall konkrete Ausbildungsverhältnisse oder Praktika zu entwickeln.

Wie das ganz konkret aussehen kann, zeigte sich bei einer Informationsveranstaltung der Jugendberufsagentur Berlin am Standort Friedrichshain-Kreuzberg für junge Menschen aus der Ukraine. Neben zahlreichen Unterstützungsangeboten zu Sprache und Integration waren auf Initiative des Regionalen Fachkräfte-Bündnisses auch FKU-Unternehmen vor Ort und haben ihre Möglichkeiten vorgestellt.

Helmut Arndt und Deborah Kröger präsentierten die Ausbildungsberufe der Frisch & Faust Tiefbau GmbH sowie der ABF Straßenbau GmbH und gaben Einblicke in die Praxis. Ergänzt wurde dies durch Thomas Siebenhüner, Bezirksdirektor der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, der den Beruf der Bankkaufleute vorstellte und damit eine ganz andere berufliche Perspektive eröffnete.

Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Ausgangssituationen der Unternehmen sind. Frisch & Faust ist seit Jahren eine feste Größe in der Berufsorientierung und bringt viel Erfahrung mit. Die Schwäbisch Hall befindet sich noch am Anfang dieses Prozesses und ist dabei, die passenden Formate und Zugänge zu entwickeln.

Genau in dieser Unterschiedlichkeit liegt der eigentliche Mehrwert. Die Unternehmen profitieren voneinander, lernen im Austausch und zeigen gemeinsam die Bandbreite beruflicher Möglichkeiten auf. Auch wenn sich nicht jede Besucherin und jeder Besucher sofort für einen konkreten Weg entscheidet, entsteht Orientierung – und damit die Grundlage für spätere Entscheidungen.

So wird sichtbar, dass es bei der Fachkräftesicherung nicht um einzelne Maßnahmen geht, sondern um ein Zusammenspiel: frühzeitig ansprechen, Möglichkeiten aufzeigen, Einblicke geben und den Kontakt halten. Die jobentdecker schaffen dafür den Rahmen, bringen Unternehmen und junge Menschen zusammen und sorgen dafür, dass dieser Austausch überhaupt stattfinden kann.

Unsere FKU-Mitglieder zeigen damit einmal mehr, dass Fachkräftesicherung nur im Miteinander funktioniert – und dass genau diese gemeinsamen Formate entscheidend sind, um auch in Zukunft ausreichend Nachwuchs für die Unternehmen zu gewinnen.

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