Wie war’s auf dem 135. Unternehmerstammtisch auf dem Shipotel?
Was macht eine gute Netzwerkveranstaltung aus? Nach 135 Stammtischen in 34 Jahren könnte man meinen, die Zutaten sind klar. Und ja, vieles ist erprobt – aber am Ende zeigt sich immer wieder: Es kommt auf die richtige Mischung an aus Ort, Menschen und Gesprächen.
An einem der ersten warmen Frühlingsabende im April fand der 135. FKU-Unternehmer:innen-Stammtisch statt. Diesmal auf dem Shipotel – einem etwas anderen Veranstaltungsort direkt auf der Spree, mit freiem Blick auf die Oberbaumbrücke. Eine Location, die nicht nur auffällt, sondern auch schnell für Gesprächsstoff sorgt.

Mit über 100 Anmeldungen war der Abend von Anfang an sehr gut besucht. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Kathrin Klisch, Leiterin der Wirtschaftsförderung Friedrichshain-Kreuzberg, und Frank Hüpperling aus dem FKU-Vorstand. Beide hoben hervor, wie wichtig das Zusammenspiel von Geschäftsstelle, Vorstand und Mitgliedern ist, um solche Formate kontinuierlich auf die Beine zu stellen.
Kathrin Klisch gab zudem einen Einblick in die aktuellen wirtschaftlichen Schwerpunkte des Bezirks. Dabei wurde deutlich, wie breit der Standort aufgestellt ist – vom Tourismus über die Start-up-Szene bis hin zu den vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Gerade diese Mischung macht den Bezirk wirtschaftlich stabil und gleichzeitig offen für neue Entwicklungen.



Ein fester Bestandteil der Stammtische ist die Vorstellung neuer Mitglieder. Diesmal wurden vier Unternehmen offiziell im Netzwerk begrüßt: Klaus Henke mit seiner Tischlerei Zinken und Zapfen, Christine Müller Business Training, Sonja Günther mit der Eventlocation Wannsee-Welle und Marina Dianè von Talent Magnet Forever. In kurzen Pitches stellten sie ihre Arbeit vor und gaben spannende Einblicke in ihre Angebote.
Im Anschluss ging es mit einem Beitrag aus dem Regionalen Fachkräfte-Bündnis weiter. Martin Knauft stellte die Arbeit des Bündnisses kurz vor und brachte mit Dina Hajeer eine selbstständige Alleinerziehende Grafikdesignerin mit, die einen Einblick in ihren Arbeitsalltag gab – praxisnah und direkt.



Den Abschluss bildete die Vorstellung des Gastgebers. Ingo Schmidt von Groeling, Geschäftsführer des Shipotels, nahm die Gäste mit in die Entstehungsgeschichte dieses besonderen Ortes. In einer sehr unterhaltsamen Art berichtete er von den Anfängen, den vielen Hürden und den nicht immer ganz geradlinigen Wegen bis zur Eröffnung. Schnell wurde klar, dass hier nicht alles von Anfang an durchgeplant war, sondern vieles aus der Situation heraus entstanden ist. Gemeinsam mit seinem Bruder Edgar wurden Lösungen gefunden, wo es zunächst keine gab – oft pragmatisch, manchmal unkonventionell, aber immer mit einem klaren Blick für das Machbare. Gerade die Besonderheiten eines schwimmenden Hotels bringen ganz eigene Herausforderungen mit sich, von Genehmigungen bis zur technischen Umsetzung. Am Ende zeigt die Geschichte vor allem eines: Unternehmertum bedeutet eben auch, Chancen zu erkennen, Lücken zu nutzen und dranzubleiben, auch wenn nicht alles sofort funktioniert.
Beim anschließenden Netzwerken zeigte sich dann, was den Abend getragen hat: viele direkte Gespräche, neue Kontakte und ein offener Austausch. Unterstützt wurde das Ganze durch ein leckeres Buffet, das von Ingos Frau Faith vorbereitet wurde, und die entspannte Atmosphäre an Bord.
Am Ende bleibt ein Abend, der gezeigt hat, dass ein gutes Netzwerk vor allem davon lebt, dass Menschen zusammenkommen, sich austauschen und anknüpfen – ganz unkompliziert.




