Biodiversität als Wirtschaftsfaktor: FKU beim UBi-Dialogforum 2026
Im Allianz Forum Berlin fand das Dialogforum 2026 von „Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi“ statt. Unter dem Titel „Zukunft sichern – Biodiversität in Unternehmensstrategien“ kamen rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Finanzwesen und Naturschutz zusammen.
Für den FKU waren Sarah Nock, Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin des Umweltbildungszentrums Nirgendwo / Lokschuppen, sowie Martin Knauft, Verantwortlicher für das Regionale Fachkräfte-Bündnis Friedrichshain-Kreuzberg, vor Ort. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Unternehmen Biodiversität stärker in ihre Geschäftsmodelle, ihre Wertschöpfung und ihre Kommunikation einbinden können.
Deutlich wurde: Biodiversität ist längst kein Thema mehr, das nur den Naturschutz betrifft. Sie ist eine Grundlage für wirtschaftliche Stabilität. Unternehmen sind auf funktionierende Ökosysteme angewiesen – sei es bei Rohstoffen, Produktionsprozessen, Lieferketten oder Dienstleistungen. Wenn natürliche Grundlagen wegbrechen, entstehen Risiken, die auch ganz unmittelbar wirtschaftliche Folgen haben.
Gerade deshalb ist Biodiversität aus Sicht des FKU ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Ohne intakte Ökosysteme gibt es keine verlässlichen Ressourcen, keine stabile Produktion und damit auch keine langfristig gesicherten Dienstleistungen. Es geht also nicht um ein zusätzliches Thema neben dem Tagesgeschäft, sondern um eine Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit.
Das Dialogforum bot dazu Impulse, Diskussionen und konkrete Ansätze für die Unternehmenspraxis. Neben den Beiträgen am Vormittag gab es am Nachmittag verschiedene Fachforen, unter anderem zu glaubwürdiger Kommunikation, Standards und Rahmenwerken sowie zu Netzwerken und Bündnissen. Dabei wurde deutlich, dass Unternehmen sehr unterschiedlich an das Thema herangehen können – je nach Größe, Branche und Ausgangslage.
Wichtig ist vor allem, überhaupt ins Handeln zu kommen. Das kann im Kleinen beginnen, etwa bei Flächen, Beschaffung, Kommunikation oder Kooperationen. Größere Unternehmen können Biodiversität zusätzlich systematisch in Strategie, Management und Lieferketten einbauen.
Für den FKU und das Regionale Fachkräfte-Bündnis Friedrichshain-Kreuzberg bleibt entscheidend: Wirtschaftliche Entwicklung und der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen müssen gemeinsam gedacht werden. Unternehmen, die heute Verantwortung übernehmen, leisten nicht nur einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität, sondern stärken zugleich die Voraussetzungen für langfristig stabiles wirtschaftliches Handeln.



