Ausbildungsberufe aus erster Hand: Die Ellen-Key-Schule zu Gast bei Stern und Kreis

Wie wird man eigentlich Binnenschiffer:in? Muss man dafür Fahrstunden nehmen? Und wie sieht der Arbeitsalltag auf einem Berliner Fahrgastschiff aus?

Zwölf Jugendliche der Ellen-Key-Schule bekamen bei einem Betriebsbesuch beim Traditionsbetrieb Stern und Kreisschiffahrt GmbH Berlin Antworten aus erster Hand – direkt von dem Ausbildungsleiter Martin Böll und direkt aus der Praxis.

Der Besuch ist Teil einer Reihe von Betriebsbesuchen bei Berliner Unternehmen. Für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse kommt das genau zum richtigen Zeitpunkt: Die ersten Fragen zur beruflichen Zukunft werden konkreter. Was kann ich gut? Was interessiert mich? Und welcher Beruf könnte zu mir passen?

Bei Stern und Kreis lernten die Jugendlichen gleich zwei Ausbildungsberufe kennen: Binnenschiffer:in  und Fachlagerist:in.

Martin Böll gab zunächst Einblicke in die Ausbildung auf dem Wasser. Dabei ging es nicht nur um Aufgaben und Arbeitsalltag, sondern auch um die Frage: Was muss man eigentlich mitbringen? Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, technisches Verständnis und Verantwortungsbewusstsein gehören auf jeden Fall dazu.

Auch der Ausbildungsweg überraschte. Klassische Fahrstunden wie beim Autoführerschein gibt es nicht. Das Steuern wird unter anderem an Fahrsimulatoren in Schönebeck und Duisburg trainiert. Für die Berufsschule verbringen die Auszubildenden mehrere Monate in Duisburg – inklusive gestellter Unterkunft.

Und noch ein Fakt blieb hängen: Aktuell gibt es bei Stern und Kreis keine weibliche Auszubildende im Beruf Binnenschiffer. Vielleicht ein guter Anlass, gerade jungen Frauen zu zeigen, dass auch auf dem Wasser spannende berufliche Wege offenstehen.

Praktisch wurde es beim Thema Sicherheit: Die Jugendlichen erfuhren, wie eine Rettungsweste richtig angelegt wird. Eine geplante Fahrt musste zwar ausfallen, weil die Strecke gesperrt war – dafür konnten sie das Schiff von außen genauer kennenlernen. Auch der Ausbildungsberuf Fachlagerist wurde vorgestellt und zeigte: Hinter einem Unternehmen stecken oft mehr Berufsbilder, als man auf den ersten Blick vermutet.

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