Von Google zu KI: Die neue Ära der Sichtbarkeit
DAB Digitalsalon für Friedrichshain-Kreuzberg
Beim 3. DAB Digitalsalon für Friedrichshain-Kreuzberg trafen sich rund 60 Unternehmer:innen in der Mampe Spirituosen Manufaktur, um eine Frage zu diskutieren, die viele Betriebe unmittelbar betrifft: Wie bleibt mein Unternehmen sichtbar, wenn Kund:innen nicht mehr googeln, sondern KI-Systeme fragen?
Unter dem Titel „Von Google zu KI: Die neue Ära der Sichtbarkeit“ zeigte FKU-Mitglied Arne Krüger, Geschäftsführer von mtc.berlin und Entwickler von GEOAud.it, wie stark sich das Suchverhalten bereits verändert hat. Ein wachsender Teil des Suchtraffics läuft über KI-Agenten, klassische Klicks über Suchmaschinen gehen zurück, und immer mehr Kaufentscheidungen werden von Chatbots vorbereitet oder direkt beeinflusst. Für Unternehmen bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur durch SEO und Social Media, sondern durch die Frage, ob und wie KI-Systeme die eigene Website erfassen, einordnen und empfehlen.



Anhand konkreter Beispiele machte Krüger deutlich, warum viele Unternehmensseiten für KI-Modelle strukturell schwer zugänglich sind – und wie sich das ändern lässt. Entscheidend ist, Inhalte nicht nur schön, sondern auch logisch und maschinenlesbar für Agenten aufzubereiten. Mit Werkzeugen wie WebMCP oder strukturierten HTML-Attributen können Websites vergleichsweise einfach so angepasst werden, dass sie für KI-Systeme verständlicher werden. In einer Live-Demonstration wurde die Website eines Gastes analysiert und ein AI-Visibility-Score ermittelt. Die zentrale Frage lautete: Wenn potenzielle Kund:innen ChatGPT fragen „Welchen Dienstleister kann ich damit beauftragen?“, taucht mein Unternehmen in der Antwort auf – oder womöglich doch nur die Konkurrenz?
Die Diskussion zeigte, dass viele Betriebe das Thema bislang unterschätzen. Klassische SEO-Strategien greifen zu kurz, wenn Inhalte zwar technisch auffindbar, aber für KI-Modelle nicht klar genug strukturiert sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es keine abstrakte Zukunftsdebatte ist, sondern eine konkrete strategische Aufgabe für Unternehmen jeder Größe.

Die Mampe Spirituosen Manufaktur, FKU-Mitglied und seit Jahren ein verlässlicher Gastgeber für gute Netzwerkabende, bot für diesen Abend den passenden Ort. Danke an Florian Löhlein und das ganze Team von Mampe für die schöne Atmosphäre, in der man ins Gespräch kam und das Thema vertieften konnte.
Der DAB Digitalsalon für Friedrichshain-Kreuzberg ist eine gemeinsame Veranstaltung von DAB Digitalagentur Berlin, Wirtschaftsförderung Friedrichshain-Kreuzberg und FKU.



