Digital souverän beim Frühstück: Wie abhängig sind Unternehmen in Friedrichshain-Kreuzberg?

Was passiert, wenn ein Cloud-Anbieter plötzlich die Preise erhöht, Leistungen verändert oder unklar bleibt, wer auf Unternehmensdaten zugreifen kann?

Diese drängenden Fragen diskutierten rund 25 Unternehmerinnen und Unternehmer beim Digitalisierungsfrühstück „Digitale Souveränität – Unabhängig entscheiden statt abhängig werden“ im Gretel – Kaffeehaus & Frühstücksspezialitäten in Kreuzberg.

Kevin Hofius von der DAB Digitalagentur Berlin machte schnell deutlich, wo Abhängigkeiten im Unternehmensalltag entstehen: bei Cloud-Diensten, Softwarelösungen und Plattformen, ohne die viele betriebliche Abläufe kaum noch funktionieren. Komfort und Effizienz haben dabei ihren Preis. Wer Anbieter kaum wechseln, Daten nicht problemlos übertragen oder Vertragsänderungen nur hinnehmen kann, verliert Handlungsspielraum.

Hofius zeigte, wie Betriebe ihre Systeme prüfen, Alternativen sichern und sich Wechselmöglichkeiten offenhalten können.

Wie sehr das Thema die Gäste beschäftigte, wurde in der anschließenden Diskussion deutlich. Überraschend viel Zustimmung bekam dabei eine alte Bekannte: die DSGVO. Was viele Unternehmen bei ihrer Einführung vor allem mit zusätzlichem Aufwand verbanden, erschien nun aus einer anderen Perspektive: Europäische Datenschutzstandards setzen klare Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten und stärken damit auch die Kontrolle über betriebliche Prozesse.

Dabei standen vor allem drei Fragen im Raum: Wo können Unternehmen ihren Handlungsspielraum vergrößern? Wann lohnt sich ein Anbieterwechsel? Und wie viel digitale Unabhängigkeit braucht ein Unternehmen überhaupt?

Ein Frühstück, das nicht bei Theorie blieb, sondern den Blick auf die eigenen Systeme und Anbieter schärfte.

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