„Wenn der Chef plötzlich ausfällt…“

Tischlermeister Klaus Henke, Inhaber Zinken & Zapfen – einer Spezialtischlerei im Aufbau Haus, eröffnete die Veranstaltung Mittelstandsforum Metropol und begrüßte 40 Unternehmer/Innen im Theater im Aufbau Haus in Berlin-Kreuzberg. Eingeladen dazu hatten die IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. und der FKU Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins e.V., die auch Ausrichter der Reihe sind.

Klaus Henke, Mitglied der Tischler-Innung Berlin und des Fördervereins für Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk e.V., erläuterte, dass das Aufbau Haus in einzigartiger Weise Kultur und Kreativindustrie verbindet, so hat er den Firmensitz Zinken & Zapfen auch deshalb im Aufbau Haus – in direkter Nachbarschaft zu Planet Modulor – gewählt. Zu seinen Kunden zählen Kreative, Architekten, Studenten aber auch Unternehmen als auch Privatkunden. Ausgefallene Wünsche setzt Herr Henke mit seinem Team ebenso um.

Wenn der Inhaber plötzlich ausfällt, so das Thema des Abends, sollte ein „Notfallkoffer“ gepackt sein. Die einzelnen „Gepäckstücke“ stellte Ass. Udo M. Strenge in seinem anschließenden Impulsreferat plastisch und mit Nachdruck vor.
Ob Familienbetrieb, GmbH, GbR oder Co. KG – wenn der Chef plötzlich ausfällt, geraten viele Betriebe in Existenznot.
25% aller Unternehmensübergänge sind unbeabsichtigt aufgrund von Unfall, Krankheit oder Tod des Chefs.

Wenn Vollmachten und Testamente nicht vorhanden sind, löst dieser Umstand regelmässig einen „Knock Out“ für den Betrieb aus, da dann Liquidität spürbar knapp wird.

Wurde alles Notwendige im Vorfeld geregelt?
Sind Testament, Gesellschafts-, Kredit- und Arbeitsverträge angepasst?
Bereits zwei oder drei fehlende Unterlagen, Verträge oder Passworte können den Betrieb in Existenznot bringen.

Sind auch die traditionellen Absicherungselemente auch im Notfall belastbar, oder kann der vorgestellte „Stresstest“ hier für mehr Sicherheit sorgen?
Müssen Stellschrauben und Verträge ggf. einer geänderten Situation angepasst werden?

Ein „Notfallkoffer“ mit „Notapotheke“ und „Verbandskasten“  hilft hier konkret und existenzsichernd weiter.

[Fotos: Tanja Schnitzler]