Wenn nicht jetzt – wann dann?

jobentdecker Konferenz Azubimarketing 2014

Die jobentdecker Konferenz für Azubimarketing 2014 fand unter dem Motto „Wenn nicht jetzt – wann dann“ am 17. Oktober 2014 im Ludwig Erhard Haus in der IHK Berlin statt.

60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft und Schule sowie von IHK, Handwerkskammer und Bildungseinrichtung fanden sich im kleinen Vortragsaal der IHK zusammen um gemeinsam darüber zu diskutieren, wie zukünftig die Gewinnung von Auszubildenden gelingen kann. Hierbei stand im Vordergrund, Denkanstöße zu geben und ein neues Bewusstsein für die Findung von Auszubildenden zu schaffen.

Fachlicher Input

Die Veranstaltung wurde in zwei Teilen organisiert: Im ersten Teil wurden durch zunächst fachliche Inputreferate von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und IHK aktuelle Entwicklungen am Ausbildungsmarkt skizziert und die Notwendigkeit eines geänderten Vorgehens von Seiten der Unternehmen betont, wenn diese nicht ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren wollen. In diesem Zusammenhang sprachen Carola Schneider, Vorsitzende des Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins, Dr. Peter Beckers, Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Ordnung, Schule und Sport, Beate Kostka, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Berlin Mitte, Sandra Trommsdorf, Abteilung Bildungspolitik IHK Berlin.

Danach wurde die „jobentdecker-Methode“ als integrativer neuer Ansatz im Azubimarketing erläutert. Unternehmen erfuhren, welche Methoden sich in den vergangenen Jahren bewährt haben und wie sie auf diese Weise ihr Azubimarketing erfolgreicher gestalten können.

Podiumsdiskussion

An der anschließenden Podiumssitzung nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Innungen und Schulen auch vier Jugendliche teil – ein Auszubildender und drei Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse aus unterschiedlichen Schulen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sowohl der Auszubildende, der durch die schulbegleitenden jobentdecker-Aktionen eine Mechatroniker-Ausbildung begonnen hat, als auch die drei Schülerinnen und Schüler berichteten, wie sie ihrem Weg in der Berufsorientierung empfinden und auf welche Probleme und Hindernisse sie dabei gestoßen sind. Dabei zeigte sich deutlich, dass Jugendliche und Unternehmen unterschiedliche Erwartungen aneinander haben und oftmals aneinander vorbei kommunizieren. So empfinden die Unternehmen die Verhaltensweisen der Jugendlichen teilweise als nicht angemessen, z.B. die übermäßige Nutzung der privaten Mobiltelefone während der Arbeit oder der – als nicht respektvoll empfundene – Umgang mit Vorgesetzten und erfahrenen Kollegen.

Ein Ergebnis dieser Diskussion war, dass es weniger um die tatsächlichen oder vermeintlichen Eigenschaften der „Jugendlichen von heute“ geht, sondern vor allem auch darum, wie miteinander kommuniziert wird. Eine vermittelnde Instanz, wie z.B. die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der jobentdecker, hilft, Kommunikationshürden zu überwinden und Missverständnissen vorzubeugen.

Solchermaßen inspiriert gab es einen regen Austausch über die verschieden Möglichkeiten und Ansätze im Ausbildungsmarketing. Diese wurden in einem Erfahrungsaustausch weiter vertieft und intensiviert. Mit dem an den Informationsteil anschließenden Get-together wurde die Netzwerkbildung untereinander angeregt.