Impuls-Veranstaltung „Abenteuer Berufsorientierung“

Den Wettbewerb um die beliebteste Ausbildung gewinnt seit vielen Jahren der Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker – bei männlichen Jugendlichen. Junge Frauen entscheiden sich vor allem zur Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Diese Präferenzen sind Jahren bemerkenswert stabil, existieren doch mehr als 300 anerkannte Ausbildungen, die Jugendlichen offen stehen. Das gibt zu denken und war für das Projekt jobendecker Grund genug, mit der Impuls-Veranstaltung „Abenteuer Berufsorientierung“ genauer hinzusehen.

Das Team der jobentdecker hat dazu als Impulsgeber*innen Claudia Charrabé, beton & rohrbau 2.0 GmbH, Kathrin Heinemann, BASF Services Europe GmbH sowie den Wirtschaftspsychologen Valentin Ribbeck, CCVOSSEL GmbH und Gründer von someguy eingeladen: Mit dem Ziel, gemeinsam mit den teilnehmenden Gästen Ideen zu entwickeln, einen erhellenden Perspektivwechsel zu initiieren und darüber hinaus die Berufsorientierung im Spannungsfeld von Schule und Wirtschaft neu zu denken.

Was können Unternehmer*innen leisten, um die Berufsorientierung gemeinsam mit den Lehrer*innen lebendig und spannend zu gestalten? Wo sehen beide Seiten die größten Chancen und auch Herausforderungen in der Zusammenarbeit? Im Fokus standen auch die Auswirkungen der Pandemie und wie diese Jugendliche beim Entdecken ihrer beruflichen Potentiale gerade hart ausbremsen. Viele Praktika entfallen z. B. und Auszubildende sind im Home-Office sich selbst überlassen.

In Breakout-Sessions fand ein intensiver persönlicher Austausch statt, es wurde unter anderem die Frage verhandelt, wie Lehrer*innen und Unternehmer*innen dennoch kooperativ attraktive Angebote für die berufliche Orientierung entwickeln können.

Eine gute Antwort sind hybride Berufsorientierungs-Formate, die sowohl digitalen Input als auch berufspraktisches Ausprobieren beinhalten. Es entstand die Idee, dass Unternehmen Schülerinnen und Schülern Material zukommen lassen, mit dessen Hilfe sie im Klassenzimmer kleine praktische Aufgaben lösen. Auch Eltern könnten mit in die digitalen Formate einbezogen werden.

Fazit: Es bleibt wichtig, dass Unternehmer*innen wie Lehrer*innen, die die Berufsorientierung junger Menschen begleiten, in kontinuierlichem Austausch stehen, um diese bei ihrem Sprung ins Berufsleben bestmöglich zu unterstützen.